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WIR WOLLEN DIGITALE LEHRMITTELFREIHEIT!

White Paper, FAQ, Literatur und Materialien zur Kampagne von D64

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22. Mai 2012 von admin
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Reader zu Open Educational Resources: “Innovation, Research and Practice”

In Kanada gibt es schon seit einiger Zeit immer wieder bemerkenswerte Initiativen für digitale Lehrmittelfreiheit. So wurde beispielsweise in der kanadischen Provinz British Columbia beschlossen, offene Online-Lehrbücher für die 40 meistbesuchten Hochschulstudiengänge entwickeln zu lassen (vgl. Presse-Meldung).

Der Commonwealth of Learning (CoL) wiederum hat jetzt gemeinsam mit der kanadischen Athabasca University ein umfassendes Kompendium zu Innovation, Forschung und Praxis im Bereich offener Lehr- und Lernunterlagen (Open Educational Resources, OER) vorgelegt. Im Vorwort wird auch deutlich gemacht, dass es dabei nicht nur um die Situation am amerikanischen Kontinent geht:

Contributions in this volume provide insights, experience-based case studies and analyses which will help readers grasp the essential contours of the OER value chain. COL’s OER publications in the last two years provide the most comprehensive view of the various sub-systems and linkages in the non-U.S. milieu, and this book is yet another contribution in that direction.

Dementsprechend widmet sich auch ein eigenes Kapitel 8 dem Thema OER in Europa. Das Creative-Commons-lizenzierte Werk ist als PDF-Download sowie als E-Book im ePub-Format verfügbar.

21. Mai 2013 von admin
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#OERde13: Wikimedia-Konferenz zu OER in Deutschland

Wikimedia Deutschland gab heute bekannt, dass von 14.-15. September 2013 in Berlin mit der #OERde13 eine Konferenz zu freien Bildungsmaterialien in Deutschland stattfinden wird. Auf der Homepage heißt es dazu:

Die OER-Konferenz 2013 wird deutschsprachige Akteure rund um das Thema Open Educational Resources (OER), also freie Bildungsmaterialien, zusammenbringen. Die OER-Konferenz ist eine Kombination aus Fachkonferenz und Barcamp und bietet den Teilnehmenden eine großartige Möglichkeit des Erfahrungsaustausches und der Vernetzung. Die Konferenz unterstützt Akteure, Wissenschaftler und Entscheider aus dem bildungspolitischen Bereich dabei, bestehende Netzwerke auszubauen und gibt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation mit Input aus anderen Ländern.

In einem für 30. April angekündigten Call for Papers wird um Beiträge zu Themen wie OER in Gesellschaft und Politik oder in anderen Ländern, aber auch um praxisorientierten Einreichungen wie Anleitungen oder Tipps & Tricks gebeten.

Die Veranstaltung ist damit wohl die informelle Fortsetzung des letztjährigen OERCamps in Bremen. Für die Bedeutung von OER in Deutschland ist es nicht nur erfreulich, dass es damit weitergeht, sondern auch dass sich eine Organisation wie Wikimedia offensichtlich noch stärker dem Thema widmet.

27. März 2013 von admin
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Video über die deutschen OER-Pioniere der ZUM

ZUM Internet e.V. – die Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet – darf wohl als einer der wichtigsten Pioniere für digitale Lernmittelfreiheit und offene Lernunterlagen in (“Open Educational Resources”, OER) in Deutschland gelten – und zwar schon lange bevor es diese Begriffe überhaupt gab. Vor allem das ZUM-Wiki ist eine Schatzkiste mit frei verwendbaren Unterrichtsmaterialien, aufbereitet und zur Verfügung gestellt von Lehrenden für Lehrende.

In einem neuen Vorstellungsvideo stellen sich jetzt ein paar der Menschen hinter ZUM vor und erklären noch einmal kurz, warum offene Lernunterlagen eine gute Idee  sind:

19. Februar 2013 von admin
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Zur Einigung zwischen Kultusministerien und Bildungsmedienverlagen

Die Kultusminister der Länder haben sich mit Verwertungsgesellschaften und Bildungsmedienverlagen auf eine pauschale Vergütung in Millionenhöhe geeinigt, um für Nutzungsrechte zu bezahlen, die den Lehrkräften erst durch den 2008 eingführten §53 Abs. 3 des Urheberrechtsgesetzes genommen wurden. D64-Vorsitzende Valentina Kerst beurteilt deshalb die Einigung in einer Pressemeldung kritisch:

 “Um eine völlig lebensfremde Gesetzeslage zu sanieren, zahlen die Länder jetzt Millionen an die Schulbuchverlage”

Die Millionen wären besser in offene Lernunterlagen investiert gewesen. Denn selbst mit dieser neuen Regelung dürfen Lehrkräfte ihre Arbeitsblätter weiterhin nicht im Internet mit anderen Lehrenden austauschen, wenn sie dafür Teile urheberrechtlich geschützter Materialien verwenden. Die Pressemeldung verweist deshalb auf das D64-White-Paper zu digitaler Lehrmittelfreiheit, um die Potentiale der Digitalisierung für vielfältigeren und kreativeren Unterricht zu nutzen.

07. Dezember 2012 von admin
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OER-Perspektivenwürfel von Jan Neumann

Jan Neumann war für Deutschland Delegierter beim diesjährigen “World Open Educational Resources Congress” der UNESCO, in dessen Rahmen die “Paris Declaration” verabschiedet wurde Auf seinem Blog hat er seine Erfahrungen mit Diskussionen rund um offene Lehr und Lernunterlagen (Open Educational Resources, OER) zu einem OER-Perspektivenwürfel verdichtet, den wir hier Dank CC-BY-SA-Lizenz auch ohne Nachfrage einfach mal übernehmen dürfen:

Neumann erklärt die Motivation für die Konstruktion des Würfels wie folgt:

Nimm man an einer Diskussion zum Thema OER teil, so kann man beobachten, dass Teilnehmer bisweilen aneinander vorbeireden, weil noch nicht hinreichend zwischen den unterschiedliche OER-Formen differenziert wird. OER ist eben nicht gleich OER. Der OER-Perspektivenwürfel ist ein Werkzeug, mit dem man wesentliche Eigenschaften einzelner OER-Erscheinungsformen schnell bestimmen und verorten kann.

Für eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Dimensionen empfiehlt sich die Lektüre des Blogeintrags.

03. Dezember 2012 von admin
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Von offenen Lernunterlagen zu offenen Inhalten

Während in Deutschland langsam aber sicher die Diskussion über offene Lernunterlagen (Open Educational Resources, OER) ankommt, werden  in den USA bereits Lösungen diskutiert, die sich gänzlich von der Lehrbuch-Form verabschieden. In einem derzeit leider nur auf Englisch verfügbaren Video erklärt Matt Federoff, chief information officer des Schulbezirks Vail im US-Bundesstaat Arizona, warum er lieber von offenen Inhalten (“open content”) als von OER spricht und welche Erfahrungen beim Experiment einer komplett lehrbuchfreien High School gemacht wurden.

Wer sich am sehr amerikanischen Präsentationsstil nicht stört, erfährt in dem kurzen Vortrag eine Menge spannender Details darüber, wie man Lehrkräfte einerseits zum Teilen von Lernunterlagen motivieren und andererseits auch kostengünstig Qualitätssicherung betreiben kann.

(via)

01. Dezember 2012 von admin
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BMBF-Anhörung zu Offenen Lernunterlagen

Donnerstag dieser Woche findet auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz eine ganztägige Anhörung zum Thema offene Lernunterlagen statt. Mit dabei ist auch Leonhard Dobusch, der Verfasser des D64 White Papers zu Digitaler Lehrmittelfreiheit.

Auf netzpolitik.org hat er schon einmal seine Antworten auf rund 35 Fragen veröffentlicht, die vorab an die TeilnehmerInnen der Anhörung verschickt worden waren. Die zweite Frage dreht sich beispielsweise um die Potentiale von offenen Lernunterlagen in Deutschland. Dobusch dazu:

  • besserer Zugang zu digitalen Lernunterlagen für sämtliche Akteure, inklusive die Möglichkeit zum Selbststudium und neuen Lernformen wie großzahligen und zertifizierten Online-Lernangeboten (MOOC).
  • bessere digitale Nutzbarkeit von Lernunterlagen, weil die Klärung von Rechten durch die Verwendung von offenen Lizenzen (z.B. Creative Commons) radikal vereinfacht wird.
  • bessere Vergleichbarkeit digitaler Lernunterlagen für Lehrende, Lernende, Eltern und Politik.
  • Einfachere Kombinierbarkeit verschiedener Lernunterlagen und damit verbunden die Verbesserung der Lernerfahrung.
  • Verbesserung der Qualität von Lernunterlagen durch mehr Möglichkeiten zu Feedback und Remix verschiedener Lernunterlagen. Damit verbunden ist das Potential für vermehrte didaktische Innovation.
  • Mehr qualitätsorientierter Wettbewerb, vor allem im derzeit oligopolistischen Markt für Schulbücher.

 

06. November 2012 von admin
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Berliner SPD beschließt Antrag für Digitale Lernmittelfreiheit

Im Rahmen des Landesparteitags der Berliner SPD am 27. Oktober 2012 wurde ein umfassender Antrag mit dem Titel “Digitale Lernmittelfreiheit jetzt umsetzen!” (PDF, S. 83f.) besprochen – in dieser Klarheit eine Premiere in Deutschland. In der Antragsbegründung heißt es:

Die Berliner SPD fordert deshalb eine umfassende Evaluation von freien schulischen Lehrmitteln und deren Einsatz im
Land Berlin besonders in Hinblick auf edukative und volkswirtschaftliche Innovationspotentiale. Hierzu wird der Senat
beauftragt unter Einbeziehung aller relevanten Bezugsgruppen (Lehrer, Lehrerverbände, Schüler, Eltern, Fachverlage
etc.) ein ein- bis zweijähriges Evaluierungsverfahren durchführen.

Den Anfang sollen dabei Offene Lernunterlagen (Open Educational Resources, OER) in Berliner Grundschulen machen. Daneben findet sich in dem Antrag die Aufforderung an die SPD-Bundestagsfraktion sich für eine Verbesserung der Schrankenregelung des §52a Urheberrecht einzusetzen sowie an den Senat der Stadt Berlin als erstes deutsches Bundesland die “Capetown Declaration for Education” zu unterzeichnen.

Die Annahme des Antrags ist nicht nur ein Erfolg für die AntragsstellerInnen vom Berliner Forum Netzpolitik sondern hoffentlich richtungsweisend für deutsche Bildungspolitik auch jenseits von SPD und Berlin.

 

 

28. Oktober 2012 von admin
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Dossier zu Open Educational Ressources auf #PB21

Am Portal #PB21, das gemeinsam von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem DGB-Bildungswerk betrieben wird, haben Jöran Muuß-Merholz und Jaana Müller ein Dossier zum Thema Open Educational Ressources veröffentlicht. Sie versammeln dort Informationen über Creative Commons, liefern eine kleine “internationale Rundschau” über Open Educational Ressources (OER) in verschiedenen Ländern und verlinken auf Gespräche mit ExpertInnen zum Thema.

Die Motivation für die Erstellung des Dossiers liest sich wie folgt:

“Das Bearbeiten und Weitergeben von Lehr-Lern-Unterlagen ist im Sinne des kollegialen Austauschs eine verbreitete Praxis, ob in der Schule oder in der Bildungsarbeit, ob auf Papier oder digital. Mit digitalen Werkzeugen und digitalen Inhalten ist das Bearbeiten und Weitergeben viel einfacher geworden. Gleichzeitig setzt das Urheberrecht im digitalen Bereich rigidere Grenzen. (Was erlaubt und was verboten ist, dokumentieren die Websites kopier-regeln.de für die Erwachsenenbildung und schulbuchkopie.de für die Schule.)

Als Alternative entdecken immer mehr Menschen Materialien, deren Lizenzen das Kopieren und Weitergeben, häufig auch das Bearbeiten und bisweilen sogar das Verkaufen ausdrücklich gestatten. Solchen sogenannten OER – Open Educational Resources, also freien oder offenen freien Bildungsmaterialien widmet sich dieses Dossier mit Artikel, Video-Interviews und Podcasts von pb21.de und werkstatt.bpb.de. Neben Einführungen ins Thema, Gesprächen mit Praktikern und Berichten aus anderen Ländern finden Sie darin auch eine Einladung zu einer Veranstaltung.”

Alles in allem, ein nettes Kompendium zum Einstieg in die Thematik.

20. Oktober 2012 von admin
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bpb-Werkstatt zu ‘Digitaler Bildung in der Praxis’

Unter werkstatt.bpb.de beschäftigt sich seit kurzem die Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Kooperative Berlin, Lichtschliff e.V. mit dem Thema der Vermittlung von “Zeitgeschichte und Politik im Alltag deutscher Schulen und in der außerschulischen Bildung vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Migration und Digitalisierung.”

Zu diesem Zweck arbeiten das ganze Jahr über Partnerschulen an den Inhalten der Werkstatt mit. Besonders erfreulich ist aber, dass gleich zu Beginn die Frage der freien Zugänglichkeit digitaler Lernunterlagen auf der Agenda steht. So berichtet beispielsweise Jaana Müller ausführlich vom jüngsten #OER-Camp in Bremen:

Besonders beeindruckend war beispielsweise die Session zum Onlineportal „tacitus.cc“. Hier stellten drei Schüler ihr eigens initiiertes Internetportal vor. Es entstand aus der Idee heraus, die erstellten Lernblätter vor Klausuren mit den Mitschülerinnen und -schülern teilen zu können. Dafür erstellten sie ein Weblog, auf dem alle Lernenden ihrer Schule die eigenen Lernmaterialien hochladen und die anderer herunterladen können. Die Lernblätter stehen unter der Creative Commons-Lizenz. Die Schüler kreierten ein Portal für OER, ohne dies zu wissen. Nach anfänglicher Skepsis und dem Verdacht, es ginge bei der Initiative der Lernenden nur um Abschreiben, meldeten sich auch einige Lehrerinnen und Lehrer im Portal an. Aus dem Vorstoß der Schüler entstand neben dem Lernportal ein Online-Vertretungsplan und ein Nachhilfeportal, bei dem sich Schülerinnen und Schüler eintragen können, um ihre Hilfe in bestimmten Schulfächern anzubieten.

Auch Leonhard Dobusch, Autor des D64-White-Papers zu Digitaler Lehrmittelfreiheit ist auf werkstatt.bpb.de vertreten und zwar mit einem Gastbeitrag zum Thema “Open Education in den USA: Viele Akteure für ein Ziel“.

24. September 2012 von admin
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